Wer macht hier den Wirbel?

von | Apr 7, 2017 |

Mein Leitspruch: Geht nicht, gibt’s nicht! Ich bin der Meinung, dass man alles was man sich vorstellen auch erreichen kann!

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Mit 32 Jahren gehöre ich wohl gerade noch zu der Generation, die im Wald und auf Wiesen aufgewachsen ist. Wir haben zwar immer in einem Wohnblock gewohnt – wobei man sagen muss es handelte sich dabei um einen Wohnblock in Molln. Wir hatten die Kühe im Garten, den Skilift vor dem Haus und auch unser Bandenlager im Wald vom Fenster im Blick. Das Schönste für mich war, wenn wir Hochwasser hatten, denn dann wurde das Schlauchboot ausgepackt und wir fuhren damit um den Block. Auf dem Weg zur Schule gab es eine tolle Abkürzung, diese führte über einen Bach, in welchen ich bei Weitsprungübungen mehr als nur einmal gemeinsam mit meiner Schultasche gelandet bin. Im Sommer hing mein Blick ab 6 Uhr morgens beim Fenster, sehnsüchtig wartete ich bis die ersten Kinder das Haus verließen. Gemeinsam erkundeten wir die Umgebung und wenn wir hinter einem Hügel eine alte Scheune fanden, fühlten wir uns wie Christoph Columbus, der gerade die neue Welt entdeckt hat. Alle diese Erlebnisse haben mich stark geprägt, dadurch fühle ich heute eine große Naturverbundenheit.

Wir haben das Glück heute in einem kleinem Sacherl mit uraltem Garten zu leben. Vom Apfelbaum über Beinwell zum Johanniskraut, es ist unglaublich was hier alles angeflogen kommt. Ich halte mich sehr gerne im Freien auf, mein Lieblingsplatzerl ist dabei unser magischer Hollerbusch.

Ich habe immer daran gearbeitet, dass der Garten möglichst sauber ist und habe ihn regelmäßig von all dem Unkraut befreit. Da sich dieses „Un“kraut relativ schnell verbreitet, grenzte dies fast an eine Lebensaufgabe. So viel Arbeit und alles umsonst – ich hegte schon einen richtigen Groll. Meine lieben Großeltern (ich schätze sie sehr) waren bei jedem Besuch total aus dem Häuschen – Bianca was hier alles wächst. Damit kann man eine Jauche machen, dieses benötigt man für ein Kräutersalz, das ist gut für die Haare, das hilft bei Warzen usw. Diese Freude mit der sie mir das erzählten – hat mich angesteckt. Irgendwann hat die Kursinformation zur diplomierten Kräuterheilpädagogin meinen Weg gekreuzt, was ein absoluter Segen für mich war.

Mittlerweile gehe ich aus dem Haus und bin einfach nur glücklich über das wilde Kraut, das da so alles wächst. Wenn etwas Neues hinzukommt hege und pflege ich es und überlege mir, für was es zu gebrauchen ist. Die Arbeit im Garten ist für mich nun medidativ, lehrreich und manchmal auch lustig (Bsp. Gänseblümchenslalom – wer kenn den nicht?). 🙂

Einer alten Weisheit nach heißt es, dass alles was man braucht um das Haus angeflogen kommt. Nun ja, das Meiste wächst tatsächlich vor der eigenen Haustüre, man muss es nur erkennen. Soweit so gut – mein Knopf ist aufgegangen. Mit diesem Blog mache ich es mir zur Aufgabe auch andere Menschen dafür zu sensibilisieren und zu zeigen was mit „Un“kraut alles möglich ist.

Doch nicht nur über Kräuter möchte ich schreiben sondern über alles zum Thema Natur, Gesundheit und Nachhaltigkeit, das mich bewegt. Das kann sehr variieren und hängt davon ab, was gerade präsent ist, fließt und geschrieben werden möchte.

„ICH WEISS, DASS ICH NICHTS WEISS“
Um Pflanzen richtig kennenzulernen benötigt es Zeit. Im Schnitt kann man sich pro Jahr in etwa zwei Pflanzen widmen um sie zu studieren. Gerne lasse ich euch an allen meinen Erfahrungen und Erlebnissen mit ihnen teilhaben.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meines Blogs sowie beim Ausprobieren meiner Rezepte!

Alles Liebe,

Bianca Rührlinger