Das Johanniskraut beginnt um die Sommersonnwende, also am längsten und hellsten Tag zu blühen. D.h. sie nimmt in dieser Zeit besonders viel Licht auf und gleichzeitig macht sie uns lichtempfindlich über ihre Verwendung. Ich verstehe das so – sie macht uns nicht nur empfindlich – sie macht uns offen und empfänglich für Licht. Sie erinnert uns, dass wir jetzt in dieser hellen Jahreshälfte ganz viel Licht und Freude, schöne Erlebnisse einfangen und abspeichern dürfen um sie in der dunklen Jahreshälfte abzurufen. Wenn man sich das recht überlegt, ist das gar keine schlechte Idee. Denn, wie du bestimmt weißt, hat das Licht tatsächlich Einfluss auf unseren Hormonhaushalt und auf unsere Stimmung. So kommt es, dass wir gerade in der dunklen Jahreshälfte, in der unser Körper weniger Vitamin D zur Verfügung hat, eher an depressiven Verstimmungen leiden. Nehmen wir das Gefühl dieser schönen Erlebnisse aus dem Sommer doch mit in den Winter – lass uns ganz viele innerliche Bilder vom Sommer schießen und diese Bilder, diese Energie an einem schweren Tag wieder abrufen.

Nun magst du dir denken – ist alles schön und recht, gerade kann man nicht viel von der Sonne sehen. Da muss ich dir recht geben und gleichzeitig möchte ich dir sagen, dass ich mich nicht unwohl damit fühle. Ich bestehe zu ca. 70% aus Wasser (du natürlich auch – je nach Alter aus mehr oder weniger). Es versorgt uns und alle Pflanzen mit purer Lebensenergie, wäscht uns rein und macht uns aufnahmebereit für Neues. Gerade nach diesem Winter, braucht unsere Erde das Wasser so dringend. Die Sonne wird kommen… …und bis dahin vermag es das Johanniskraut vielleicht dich ein wenig über diese Sehnsucht hinwegzutrösten.

Ich schreibe schon seit vielen Stunden, seit Tagen am Pflanzenprofil des Johanniskrauts. Es gibt einfach so viel zu erzählen über diese besondere Pflanze.
Nun möchte ich nicht riskieren, dass dich diese ganzen Informationen sprichwörtlich erschlagen oder ein zu langer Text gar langweilt – deshalb hab ich ihn in kleinen Häppchen für dich „aufgebröselt“. Schon morgen folgt der nächste Teil, ein etwas größerer Bissen – die körperliche Verwendung und danach – am Mittwoch noch die seelische Anwendung des Johanniskrauts. Außerdem wird es ein Live-Video mit Erkennungsmerkmalen und der Herstellung eines Ölauszugs geben.
So, genug gequatscht… 🙂

Ich wünsche dir einen wunderschönen Start in die Woche und viel Freude beim Kennenlernen des Johanniskrauts!

Alles Liebe
Bianca Rührlinger