Schon seit vielen Jahren trinke ich immer wieder gerne Brennnesseltee. Im Winter genieße ich ihn warm, im Sommer eisgekühlt gemeinsam mit Honig und Zitronen (schmeckt fast wie Eistee). Gleichwohl sich dieses „Un“kraut in Massen in meinem Garten verbreitet, trank ich aus Angst mich zu brennnesseln, lieber den Tee aus der Apotheke. 😀
Ich wusste schon einiges über die Brennnessel und als sie mir rund ums Haus mehr und mehr auf die Pelle rückte, weckte sie mein Interesse. Man sagt ja, das was im eigenen Garten wächst, ist das was man braucht. Da fragte ich mich schon mal: hab ich vielleicht Eisenmangel? Oder sonst irgendein organisches Problem? Als ich dann vor einigen Wochen einen ganz wunderbaren Kräuterabend bei Heidi Enthofer (Altes Wissen) besucht habe, ist mir ein Licht aufgegangen und mein Feuer für die Brennnessel ist richtig entfacht.

DIE BRENNNESSEL KANN UNS DAS GANZE JAHR ÜBER BEGLEITEN
Verwendet werden die jungen Blätter, die Samen im Spätsommer sowie die Wurzel im Herbst. Das Kraut wirkt blutreinigend, entwässert und entgiftet unseren Körper sehr gut, die Nierenfunktion wird angeregt und Blasenentzündungen haben keine Chance mehr. Selbst bei Rheuma oder Ischasproblemen wird ein Tee empfohlen.
Durch die enthaltene Kieselsäure ist sie für die Anwendung als Shampoo oder Haarwasser bekannt, auch als Antischuppenmittel wird es verwendet. Männer mit Prostataproblemen sind gut mit der Wurzel beraten – sie enthält viele Phytoserole, die eine hormonelle Wirkung auf die Prostata haben – hilft auch bei Prostatavergrößerung.

AUS ENERGETISCHER SICHT…
hilft die Brennnessel das innere Feuer (brennen) zu entfachen. Vor allem die Samen, die im Spätsommer geerntet werden, sind echte Energielieferanten (auch in sexueller Hinsicht 😉 ).
Neu für mich war, dass man von der Brennnessel lernen kann sich besser abzugrenzen. Eigentlich logisch, die Brennnessel kann sich mit ihren Brennhaaren sehr gut abgrenzen – ihr nähert man sich nur vorsichtig. Wenn man von ihr etwas möchte, wird man auf jeden Fall behutsam mit ihr umgehen. Das habe ich in den letzten Tagen und Wochen praktiziert. Ich sage euch – ich ernte jetzt die Brennnesseln für meinen Tee tatsächlich selber und zwar ohne Handschuhe und ohne mich zu brennnesseln. Ich kann euch wirklich empfehlen, es zu versuchen. Ich war sehr erstaunt darüber, dass es tatsächlich funktioniert. Auch im Smootie muss man keine Angst haben sich zu brennen – sobald die Brennnessel gemixt ist, brechen die Brennnhaare.
Jedenfalls habe ich nun erkannt, warum die Brennnessel sich bei mir so anbiedert. Ich habe mir mit dem Abgrenzen immer sehr schwer getan und alles sehr persönlich genommen. Mithilfe der Brennnessel-Medidation bei Heidi Enthofer konnte ich das erkennen und meine Aura erweitern. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, sich vorzustellen „ich bin ein Baum“ oder in dem Fall „ich bin eine Brennnessel“. Ich für meinen Teil probiere gerne Dinge aus, das hat sich echt wiedermal gelohnt. Ich kann allen „Waldfeen“, „Kräuterhexen“ und offenen „Neugierdsnasen“ empfehlen einen Kräuterabend bei Heidi mitzumachen.

TOLLES KRAUT MACHT SCHLECHTES MARKETING
Mit allen ihren Wirkungsweisen hat die Brennnessel mit Sicherheit einen anderen (besseren) Stellenwert verdient!
Ich hatte deshalb vor, diese Woche „Werbung“ für sie zu machen und 5 Tage lang je ein Rezept zum Nachmachen zu posten. Da jedoch die Brennnessel nicht nur die Gifte im Körper, sondern auch in der Umwelt binden, sollte man nach einem Regen mit der Ernte 3 Tage warten. Nun ja, diese Woche sieht es wettertechnisch leider überhaupt nicht nach Brennnesselernte aus. Ich werde das deshalb bei Schönwetter nachholen!

WUSSTET IHR SCHON…
wie man bei der Brennnessel Weibchen und Männchen unterscheiden kann?
„Weiberl hängan, Manderl stengan“ – Achtet auf die Samenstände im Bild – könnt ihr es erkennen?

Vielleicht brennt auch bald ihr für dieses Kraut? Spätestens wenn ihr die von mir angekündigten Rezepte ausprobiert, wetten!?

Alles Liebe
euer Kräuterwirbel